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Ihr Logistik Branchennetzwerk In der Region Lübeck

6. logRegio Logistikforum

6. logRegio Logistikforum zum Thema „Perspektiven des intermodalen-Verkehrs in der Region Lübeck“

Am Montag, den 12. September 2016, trafen sich 120 Experten der Logistik- und Hafenwirtschaft, der Verkehrswirtschaft sowie der Verwaltung und Politik auf Einladung des logRegio Branchenetzwerks der Logistik für die Region Lübeck e.V. in den Media Docks in Lübeck. Im 6. logRegio Logistikforum ging es um das Thema „Intermodal-Hub Lübeck – Status quo und zukünftige Entwicklungen“.

Ulfbenno Krüger, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH und 1. Vorsitzender des logRegio e.V., freute sich über die große Resonanz und konnte aufgrund der 120 Besucher einen neuen Teilnehmerrekord beim Logistikforum vermelden.

Michael Pirschel, Leiter Abteilung Verkehr und Straßenbau im Kieler Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, und Technologie, ging in seiner Eröffnungsrede auf die beschlossenen Vorhaben des neuen Bundesverkehrswegeplanes BVWP für Schleswig-Holstein ein.

Den Start in die insgesamt sieben Fachvorträge des Tages machte dann Antje Falk, Geschäftsführerin der Baltic Rail Gate GmbH (BRG) und Betreiberin des Terminals für den kombinierten Ladungsverkehr Straße-Schiene (KV) am Lübecker Skandinavienkai. Antje Falk verwies auf den im Jahr 2015 erzielten Umschlagrekord von rund 97.500 Einheiten, der neben der Hohen Abfahrtsdichte von Fähr- und Bahnverkehren auch Dank der hohen Flexibilität der eingesetzten Mitarbeiter erzielt werden konnte. „Es ist aber noch Luft nach oben“, betonte Antje Falk die zukünftige Entwicklung des BRG-Terminals. „Insgesamt ist die heutige Anlage für einen Umschlag von bis zu 140.000 Einheiten ausgelegt und eine Erweiterung ist ebenfalls möglich“, so Falk abschließend.

Stev Etzrodt, Prokurist der Spedition Bode GmbH & Co. KG aus Reinfeld, und Marco Lütz, Geschäftsführer der Bruhn Spedition GmbH aus Lübeck, gingen in Ihren Vorträgen sowohl auf die bereits heute gut funktionierenden Intermodal-Angebote am Standort Lübeck ein, mahnten jedoch auch vor Risiken, die es bereits heute zu beachten gilt, um auch zukünftig in dem für Lübeck so wichtigen Transportsektor des intermodalen Verkehrs erfolgreich zu bleiben und weiter wachsen zu können.

Ulrich Bedacht, Leiter Vertrieb Nordeuropaverkehr & dt. Ostseehäfen bei der Kombiverkehr KG, stellte den Gästen die aktuellen und zukünftigen Leitungsangebote im intermodalen Verkehr über den Standort Lübeck vor.
Tobias Behncke, Leiter intermodale Verkehre bei der European Cargo Logistics GmbH, verwies auf das existierende Spannungsfeld im intermodalen Verkehr zwischen den Markt-Anforderungen auf der einen und den Dienstleister-Angeboten auf der anderen Seite. Behncke verwies auf die am Standort Lübeck vorhanden Vorteile im Kontext des intermodalen Routings, wie z.B. die geringe Störanfälligkeit der beiden Verkehrssysteme Bahn und Schiff, die vorhandene hohe Abfahrtsdichte der Reedereien oder auch das sehr gute Angebot an Zusatzdiensten.
Dem pflichtete Henk van Dieren, Geschäftsführer der Samskip van Dieren Mulitmodal aus den Niederlanden, in seinem anschließenden Vortrag voll und ganz bei. Samskip van Dieren möchte in der Zukunft verstärkt intermodale Transporte über den Standort Lübeck anbieten. „Wir sind bereits in guten Gesprächen und zuversichtlich, dass neue Angebote über Lübeck mit der Verbindung über das eigene Samskip KV-Terminal in Duisburg realisiert werden können“, so Henk van Dieren.

Torgny Nilsson, Leiter Geschäftsentwicklung des Hafens Trelleborg, betonte die enge und von langjähriger Kooperation geprägten Geschäftsverbindungen zwischen dem schwedischen Hafen Trelleborg und dem Lübecker Hafen. Auch zukünftig sieht Nilsson großes Potenzial für weitere Aktivitäten, da der Hafen Trelleborg in den kommenden Jahren große Investition in neue Infrastruktur vornehmen wird und hierbei den engen Schulterschluss mit dem Lübecker Hafen wünscht.

Alle Referenten des Tages waren sich in der abschließenden Podiumsdiskussion einig, dass es nötig ist, die Angebote und Vorteile des intermodalen Verkehrs noch stärker in Richtung der Kunden zu kommunizieren. Nur so können existierende Bedenken beseitigt und die großen Wachstumspotenziale in diesem Bereich für den Logistik- und Hafenstandort Lübeck gehoben werden.

Vorträge des 6. logRegio Logistikforums zum Download: