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EU-Projekt stärkt Fährverkehr zwischen Lübeck und Trelleborg

Schnellere Abläufe, stabilere digitale Systeme und bessere Voraussetzungen für größere, emissionsärmere Schiffe: Das von der Europäischen Union im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ kofinanzierte Projekt „Digital Green MoS“ stärkt die Kurzstreckenseeverbindung zwischen Lübeck-Travemünde und Trelleborg.
 
Am Skandinavienkai hat die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) dazu die Zufahrt und zentrale IT-Infrastruktur modernisiert. Der Hafen Trelleborg hat unter anderem zwei Seitenrampen an den Liegeplätzen 10 und 13 sowie Verkehrsüberwachungs- und digitale Steuerungssysteme umgesetzt. Für die Reederei TT-Line, die beide Häfen regelmäßig verbindet, verbessern sich damit die Voraussetzungen für stabile, effiziente und besser planbare Hafenabläufe auf der Route über die westliche Ostsee.
 
Das Projekt lief von 2021 bis Ende 2025. Ziel war es, die Umweltauswirkungen des Verkehrs zu verringern, die Effizienz der bestehenden Verbindung zwischen den europäischen Kernnetzhäfen Lübeck-Travemünde und Trelleborg zu steigern und die Häfen auf wachsende Güterverkehre sowie neue, größere und mit Flüssigerdgas betriebene RoPax-Schiffe vorzubereiten.
 
Umgesetzt wurde „Digital Green MoS“ im Konsortium mit dem Hafen Trelleborg, der Lübeck Port Authority und der Reederei TT-Line. Die Lübecker Hafen-Gesellschaft übernahm dabei eine zentrale Rolle bei zwei Arbeitspaketen: Der besseren Erreichbarkeit des Skandinavienkais sowie der Modernisierung und Absicherung der IT-Infrastruktur.
 
„Am Skandinavienkai wurden digitale Displays im Einfahrtsbereich aufgebaut, die dazugehörige Steuerungssoftware installiert und ein Digital-Signage-System eingeführt. Zudem wurde das Hauptgate umgebaut, um Verkehrsflüsse im Terminalbereich besser zu steuern“, berichtet Christian von Wedel, Abteilungsleiter IT/Logistik der Lübecker Hafen-Gesellschaft. Ziel sei es, vorhandene Vorstauflächen langfristig effizienter zu nutzen, ohne zusätzliche Flächen erschließen zu müssen. Ein weiterer Bestandteil der Lübecker Maßnahmen war die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs auf dem Terminalgelände.
 
Parallel dazu modernisierte die LHG zentrale technische Systeme: Dazu gehörten unter anderem Zugangskontrollen, Firewalls, Netzwerkinfrastruktur, Kamerasysteme und der Serverraum.
 
Auch Trelleborg hat im Rahmen des Projekts seine Infrastruktur und digitale Steuerung weiterentwickelt: Die neuen Seitenrampen sowie Verkehrsüberwachungs- und Steuerungssysteme sollen die Abläufe im Hafen verbessern und die sichere, effiziente und zuverlässige Abfertigung größerer und emissionsärmerer RoPax-Schiffe unterstützen.
„Die Maßnahmen in beiden Häfen werden die Umschlagprozesse effizienter machen, Hafenstaus verringern und den Verkehr stärken“, kündigt LHG-Geschäftsführer Prof. Sebastian Jürgens an.
 
Angestrebt wird von den Projektpartnern eine jährliche Verkehrsverlagerung von 73 bis 94 Millionen Tonnenkilometern von der Straße auf nachhaltige Verkehrsträger im Hinterland der Häfen. Bis 2035 können dadurch bis zu 387.100 Tonnen CO₂ eingespart werden.
 
Das Projekt wurde zum 31. Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen. Für die LHG ist „Digital Green MoS“ ein weiterer Schritt, den Skandinavienkai technisch, digital und organisatorisch auf künftige Anforderungen vorzubereiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Lübeck-Travemünde im Ostseeverkehr zu stärken. 

 

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist Deutschlands größte RoRo-Hafenbetreiberin an der Ostsee. An ihren vier Hafenterminals werden hochfrequente Seeverkehre in den Ostseeraum angeboten. Die Ladeeinheiten werden gebündelt und durch leistungsfähige Systeme mit dem Hinterland verbunden. Die LHG ist eine zuverlässige Partnerin der Papier-, Stahl- und Automobilindustrie sowie „A Member of Port of Lübeck“.

Pressemitteilung: Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH vom 29.05.2026

Pressekontakt:    
Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Isabel Venzke

Zum Hafenplatz 1
D-23570 Lübeck-Travemünde
phone: +49 4502 807-5315
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